skip to content

Geschichte

Volleyball wird seit 1951 in Dippoldiswalde gespielt und sehr erfolgreich durch das Wirken einer Vielzahl von Übungsleitern und Helfern. Wie kam es dazu?

Ausgangspunkt war die Zentralschule Dippldiswalde. Lehrer bildeten eine Sportgruppe und spielten vorwiegend Volleyball, nicht besonders erfolgreich, aber sie initiierten das Spiel in der Schülerschaft. So gewannen die Dipoldiswalder Mädchen und Jungen 1951 die ersten Kreismeistertitel. Gespielt wurde auf dem Sportplatz an der Vorsperre mit je sechs Mannschaften. Ein Seilermeister hatte das Netz geknüpft(vorher war es nur eine Schnur) und der Spielball bestand aus Kunststoff. Gerda Krischke und Werner Meyrich waren die Organisatoren. Im Sommer 1951 haben sich die Volleyballer in einer Sektion Volleyball organisiert, eine der ersten in Sachsen neben Zittau, Bautzen und Dresden. Das Spiel „Volleyball“ stand damals nicht im Lehrplan, aber in der Zentralschule wurde es bereits gelehrt und außerunterrichtlich trainiert. Die Erfolge stellten sich schnell ein: 1952 – Mädchen werden Landesmeister und die Jungen belegen den dritten Platz. So ging es in den folgen Jahren und Jahrzehnten weiter. Dippoldiswalde wurde zur Volleyballhochburg. 2001 – nach 50 Jahren entstand eine Chronik mit all den Erfolgen im Volleyball- siehe Link „Erfolge“.

Neben der Turnhalle an der Schule war die Jahnsporthalle die Trainingsstätte der Volleyballer. Hier fehlte zwar ein halber Meter an internationaler „Deckenhöhe“, aber Sportfreund Werner Meyrich – Vizepräsident des Volleyballverbandes der DDR – Verstand es ausgezeichnet, mit einer Schar von Helfern, Länderspiele nach Dippoldiswalde und internationale Jugendturniere in die Jahnturnhalle zu holen. Nationalmannschaften der Damen und Herren aus Bulgarien, CSSR, Frankreich, Jugoslawien, Kuba, Polen, Rumänien, Syrien und VAR waren in Dippolldiswalde zu Gast. Hinzu kommen bedeutende internationale Jugendwettkämpfe, wie das II. Juniorenturnier der sozialistischen Länder. Nationale Meisterschaften ergänzten die breite Wettkampfpalette in der Jahnturnhalle, u.a. 1957 die Jugendmeisterschaften der DDR, 1959 und 1972 FDJ-Pokalfinale, 1967 Schüler-meisterschaft und das FDGB-Pokalfinale 1968 und 1982.

2002 unterspülte die Jahrhundertflut das Gebäude der Halle und nährte die Jahrzehnte lange Vision einer großen Sporthalle in der Kreisstadt. 2006 stand die Halle mit internationalen Ansprüchen im Areal einer großen Anlage für die Dippser Sportvereine. Nicht nur das, sondern eine Vielzahl von Wettkämpfen mit internationaler Beteiligung und Länderspiele im Volleyball gehören wieder zur sportlichen Veranstaltungspalette in Dippoldiswalde, aber nun in einer Vierfeldhalle. Im Eingangsbereich der Halle ist eine Tafel zur Erinnerung an die Jahnturnhalle angebracht. Optisch gut gestaltet, aber inhaltlich fehlerhaft. So gibt es falsche Aussagen zu dem Ereignis oder in der Zuordnung zwischen Jahreszahl und Ereignis. Gleichwertige Ereignisse wurden teilweise weggelassen, z. B. 25 Jahre Volleyball, Trainingszentren oder 50 Jahre Handball und Volleyball.

Die Nachwuchsarbeit war der Schlüssel zum Erfolge. Die Jungen und Mädchen in der Nachmittagssportschule und in den Trainingszentren waren leistungsmäßig in der DDR-Spitze präsent; gegenwärtig bis zur mitteldeutschen Meisterschaft bei den Mädchen durch Heiko Weber. Hervorzuheben für die sehr gute Arbeit aller Übungsleiter sind die Sportlehrer der Polytechnischen Oberschule Dippoldiswalde Gerda Krischke mit sieben nationalen Erfolgen bei den Mädchen, Werner Meyrich und Jakob Baumung mit je vier Spitzenerfolgen bei den Jungen. Rechnen wir die Silber- und Bronzemedaillen in den DDR-Finalrunden hinzu (J. Baumung 6x Silber und 1x Bronze; Werner Meyrich 1x Silber), so standen die Jungen keineswegs den Leistungen der Mädchen aus den Anfangsjahren nach. Erfolgreiche und langjährige Übungsleiter waren in all den Jahren: Bärbel Thieme (Kaden), Dieter Stefan, Bernd Wehner, Christel Zenker, Peter Minkert, Uwe und Brigitte Brenneisen, Christian Dörr, Wolfgang Tronik, Günter Hohenstein, Edmund Ladenberger, Gunter Fickert, Heiko Stefan, Frank Albrecht, Angelika Kreher, Gerd Böhme, Tina Brenneisen, Jens Körner.

Die Nachwuchsarbeit ist die Grundlage für den Breitensport. „Mix Dipps“ ist dafür ein landesweites Beispiel. !978 mit vier Mannschaften begonnen, nahm die Anzahl bis zur 20. Auflage auf über 60 Teams zu. Gespielt wurde in sieben Sporthallen. Zu groß sagen sich jetzt die Organisatoren und wollen gegenwärtig die 34.Wiederholung in der Vierfeldhalle auf 32 Mannschaften reduzieren. „Mix Dipps“ steht stellvertretend für viele kurzlebige breitensportliche Veranstaltungen. Die Stadtmeisterschaft, ein schöner Wettkampf, ist inzwischen eingeschlafen. Vielleicht findet sich im 60. Jahr des „Dippser“ Volleyballs ein rühriger Organisator für die Wiederbelebung.

Breiten- und Leistungssport bildeten in Dippoldiswalde stets eine Einheit. Kristin Meyrich (Stöber) mit 225 und Eva-Maria Triller (Schweizer) mit130 Länderspielen und Kapitäne der Nationalmannschaften sind dafür absolute Beispiele. Wolfgang Mischke spielte in der Juniorenauswahl und war ebenfalls deren Kapitän. Weiterhin spielten in Nationalmannschften: Bärbel Kaden (Thieme), Helga Legler (Märker) Gerda Risse (Marschalek), Bärbel Wolf (Schlosser), Birgit Meyrich (Franke), Jutta Voigt (Knauthe) Petra Kästner (Uschwa), Horst Ladenberger, Berthold Fröhner, Volker Pietrek und Frank Czech. Gegenwärtig ist Anne Matthes Mitglied der Bundesauswahl (Damen). In den letzten Jahren gab es Delegierungen zu Dresdner Sportclub aus dem Talentestützpunkt TuS Dippoldisawlde.

Vereinssport ist Breitensport bis hin mit Wettspielen im Bezirksmaßstab. Eine Ausnahme bildet gegenwärtig die erste Mannschaft des Trainings- und Sportvereins Dippoldiswalde 1992 in der Landesklasse spielend. Ebenso waren es die Spieljahre der Damen in der DDR-Liga in den sechziger (Gerda Krischke) und siebziger sowie achtziger Jahren (Bernd Wehner /Peter Minkert) im vergangenen Jahrhundert. Die Männermannschaft mit dem Trainer Jakob Baumung scheiterte nach ihrem Bezirksmeistertitel 1974 in den Aufstiegsspielen zur DDR-Liga. Jedoch blieb die Männermannschaft in den folgenden dreißig Jahren zusammen. Spielte erfolgreich in der Bezirksliga und ließ sich Anfang der neunziger Jahre in die Kreisliga zurückfallen. Errang hier über ein Jahrzehnt Kreismeistertitel und Pokalsiege (unter Leitung von Günter Hohenstein) bis die Truppe 2002 dem aktiven Spielbetrieb altersbedingt Tribut zahlen musste. Weitere Teams aus der ehemaligen Kreisstadt spielen z.Z. in der Bezirksklasse, TSV Seifersdorf bei den Männern und TuS Dippoldiswalde bei den Damen.

Nach zwanzigjähriger Durststrecke in der Nachwuchsarbeit bei den Jungen, begannen in der VSG Dippoldiswalde Jakob Baumung, Bernd Schindler und Roland Widra mit sechs Jungen fast versuchsweise eine Nachwuchsabteilung aufzubauen. Nach dem ersten Jahr Training begann die Trainingsgruppe, nun mit zwölf Mitgliedern, Wettkämpfe zu bestreiten. Die Erfolge stellten sich bald ein. Die Jungenabteilung wuchs rasch auf über dreißig Mitglieder an
und belegte ab 2008 vier bis fünf Altersklassen bei den Bezirksmeisterschaften. Bezirks-meistertitel und Pokalsiege gehören nun zu der Erfolgskette sowie die Teilnahme an der Sachsenmeisterschaft. Viel Wert legen die Übungsleiter Jakob Baumung, Roland Widra, Kerstin Richter, Heiko Wend und neuerdings Marc Bodis auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. Zwei Mal im Jahr werden Turniere gemeinsam mit den Eltern durchgeführt.

Das Volleyballspiel hat die ehemalige Kreisstadt Dippoldiswalde weit über unsere Grenzen bekannt gemacht und wird es auch in folgenden Jahren durch die ehrenamtliche und angesträngte Arbeit in der Nachwuchsabteilung der VSG und des TuS Dippoldiswalde weiterhin tun.

Copyright © 2010 VSG Dippoldiswalde e.V. | Website Templates by Tradebit | Powered by Website Baker